An(ge)dacht

Eine-Welt-Kreis in Telgte 30igste Jubiläum

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!

Als wir vor einigen Wochen das 30jährige Jubiläum unseres Eine-Welt-Kreises St. Marien feierten, wurde mir erst richtig bewusst, wie viele Kontakte allein unsere Kirchengemeinde, aber auch viele andere Initiativen in Telgte in die gesamte Welt unterhalten. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern ums gegenseitige Kennenlernen, um Austausch und gemeinsame Projekte. Letztlich geht es darum, unsere Welt als unsere gemeinsame ‚Eine Welt‘ zu begreifen. Engagierte Telgter besuchen deshalb ‚ihre‘ Projekte vor Ort und vor allem junge Menschen aus verschiedensten Ländern der Erde kommen nach Telgte, um Leben, Schule, Arbeit und Glaube ihrer Freundinnen und Freunde hier kennenzulernen. Beim Jubiläum durften wir zum Beispiel eine junge Frau aus Malawi begrüßen.

Und die ‚Weltfamilie‘ wächst …

Erst vor kurzem habe ich erfahren, dass es in Südafrika, genauer im Bistum Kokstad im Westen der Provinz KwaZulu-Natal, eine kleine Missionsstation mit dem Namen ‚Maria Telgte‘ gibt. Sie wurde von der Trappistenabtei Mariannhill bei Durban gegründet. Der dortige Abt Franz Pfanner benannte alle seine Gemeindegründungen nach europäischen Wallfahrtsorten, so auch Maria Telgte.

Der heutige Bischof Thulani Mbuyisa, ebenfalls ein Mariannhiller Missionar, würde gern Kontakt zu unserem Wallfahrtsort aufnehmen und bat mich um ein Bild oder eine Statue unseres Gnadenbildes, da außer der Namensgebung bisher nichts an das Vorbild im Münsterland erinnert.

Eine bodenständige direkte Vernetzung wächst weiter. Das gibt mir Hoffnung. Nachdem nämlich, wie die Politik gehofft hatte, eine rein wirtschaftliche Vernetzung und gegenseitige Abhängigkeit wohl doch keinen Frieden sichern kann, können das vielleicht doch eher viele kleine Vernetzungen, die in Freiheit entstehen und gelebt werden und durch herzliche Freundschaften immer tiefer zusammenwachsen.

Mit diesem österlichen Blick auf die Eine Welt grüßt

Propst Michael Langenfeld

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