An(ge)dacht
Gott begleitet uns - auch in schweren Zeiten
Liebe Schwestern und Brüder,
bei einem Trauergespräch erzählte mir die Tochter einer Verstorbenen: „Meine Mama ist jetzt im Himmel bei meinem Vater. Er hat auf sie gewartet. Sie hatten 47 glückliche Jahre zusammen.“ Diese Worte haben mich berührt. Sie zeigen die Hoffnung, dass die Liebe nicht mit dem Tod endet.
In dieser Woche haben wir Christi Himmelfahrt gefeiert. Jesus kehrt nach seinem Leben auf Erden zum Vater in den Himmel zurück. Er lebte in Liebe mit seinen Jüngern und zeigte den Menschen Gottes Nähe. Jesus lehrte, wie wichtig Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit sind. Er gab sogar sein Leben für die Menschen hin. Und er wartet im Himmel auf alle, die ihm vertrauen und ihm nachfolgen.
Das Evangelium des kommenden Sonntags erzählt vom Gebet Jesu. Dieses Gebet wird auch das Hohepriesterliche Gebet genannt. Jesus betet darin zu seinem Vater und bittet für seine Jünger und für alle Menschen, die an ihn glauben werden.
Jesus sagt: „Vater, die Stunde ist gekommen.“ Er weiß, dass sein Leiden und sein Tod bevorstehen. Doch er denkt nicht zuerst an sich selbst, sondern an den Willen Gottes und an die Menschen.
Besonders schön ist, dass Jesus nicht nur für seine damaligen Jünger betet, sondern auch für uns heute. Er bittet Gott, uns zu schützen und uns in seiner Liebe zu bewahren. Außerdem wünscht sich Jesus, dass die Gläubigen in Frieden und Einheit zusammenleben.
Gerade in unserer Zeit brauchen wir diese Botschaft. Viele Menschen fühlen sich allein, unsicher oder ohne Hoffnung. Streit, Sorgen und Angst begegnen uns oft im Alltag. Deshalb erinnert uns Jesus daran, dass wir nicht allein sind. Gott begleitet uns auf unserem Weg, auch in schweren Zeiten.
Dieses Gebet schenkt Trost und Hoffnung. Jesus vergisst uns nicht. Er begleitet uns und betet für uns. Seine Liebe verbindet uns miteinander und gibt uns Kraft.
Darum wollen wir in der kommenden Woche füreinander da sein, einander helfen und Gottes Liebe weitergeben. So können wir selbst ein Zeichen der Hoffnung für andere werden.
Ich wünsche euch allen eine gesegnete Woche. Amen.
Liebe Grüße
Pater Ephrem