An(ge)dacht

Mut zur Unterbrechung

Liebe Gemeindemitglieder und Gäste!

Zum Glück gibt es Tage, die unser ‚Immer-weiter-so‘ unterbrechen. Das ist unser Geburtstag, das kann ein Jubiläum in der Ehe und Familie, am Arbeitsplatz oder im Verein sein, das kann ein Tag sein, an dem wir eine besonders erfreuliche oder auch traurige Nachricht erhalten haben. Und beim Jahreswechsel, der gerade hinter uns liegt, verhält es sich ähnlich. Es gibt Tage, die unseren alltäglichen Trott für eine gewisse Zeit anhalten können.

An solchen Tagen blicken wir entweder ganz für uns selbst oder gemeinsam mit anderen zurück, freuen uns noch einmal über wunderschöne Erlebnisse oder Begegnungen, sind dankbar, dass wir Probleme und Schwierigkeiten haben lösen können, oder trauern um Beziehungen und Chancen, die uns verloren gegangen sind.

An solchen Tagen blicken wir aber auch nach vorn, schmieden Zukunftspläne, fassen (alte) Vorsätze (neu) und leben so oft recht unbewusst Hoffnung und Zuversicht.

Wenn man ihre Chance nutzt, haben solche Tage durchaus die Kraft, unser Denken, Fühlen und Handeln zu verändern ...

„Und da sich die neuen Tage aus dem Schutt der alten bauen, kann ein ungetrübtes Auge rückwärts blickend vorwärts schauen.“ (aus: F.W.Weber, Dreizehnlinden)

Besonders an solchen Tagen im Neuen Jahr

wünsche ich Ihnen Mut zur Unterbrechung, Offenheit und Gottes Segen!

Propst Michael Langenfeld

Zurück